Augenübungen

Augengymnastische Übungen werden den Erfolg jeder Therapie unterstützen und verlängern und sind überhaupt jedem regelmässig zu empfehlen. Sie können die Sehkraft verbessern und Leistungsfähigkeit und Konzentration deutlich steigern. Grundsätzlich bewegen wir unsere Augen viel zu wenig. Sei es, dass wir nur einfach mit einem Gegenüber diskutieren, sei es, dass wir vor dem Bildschirm sitzen oder unser Smartphone bearbeiten, immer bleibt das Auge beinahe fixiert und ruhig stehen. Das führt zur Dauerbelastung der Augenmuskulatur.

Grundsätzliches:

Augen auf Horizont

Sobald Sie sich im Freien aufhalten, bitte die Augen auf den Horizont ausrichten. Das verändert die Haltung sofort. Der Kopf muss gehoben werden, und damit strafft sich der gesamte Körper, weil durch einen fast reflexhaften Mechanismus die Rückenmuskulatur sofort koordiniert und ausgerichtet wird.

Häufiger wechseln zwischen Nah- und Fernsicht

Immer mal wieder vom Computer oder Fernsehapparat aufschauen und in die nächste Ecke gucken. Zur gleichzeitigen Nackenentspannung den Kopf nach hinten beugen und an die Decke sehen. Dabei werden auch kurz die vorderen, verspannten Halsmuskeln gedehnt.

Augengymnastik

Morgens, wenn Sie wach werden, noch mit geschlossenen Augen, bietet sich eine gute Möglichkeit zum Training. Jetzt nehmen Sie Ihre drei mittleren Finger jeder Hand und legen Sie leicht auf die geschlossenen Augen. Damit entspannen Sie die Augenlider, aber gleichzeitig können Sie auch gut die Bewegung des Augapfels verfolgen. Sie spüren praktisch mit den sensiblen Fingern, wie sich hier Augapfel bewegt.  Damit können Sie die Augenmuskeln deutlich besser dirigieren. Den kleinen Finger können Sie auf der Nase absetzen. Alle Übungen machen Sie erst mal mit geschlossenen Augen.

Mit geschlossenen Augen stellen Sie sich eine Uhr mit Zifferblatt vor.

  • Sie drehen die Augen nach oben und fixieren die 12. Dann ziehen Sie mit den Augen einen Strich zur 6. Danach von 9 zu 3. Nach fünfmal kreuzen wechseln Sie die Richtung und ziehen die Striche von 6 zu 12 und von 3 zu 9. Ebenfalls fünfmal.
  • Bei der nächsten Übung verwenden Sie das gesamte Zifferblatt. Sie beginnen wieder bei 12-6, dann aber 1-7|2-8|3-9|4-10|5-11|6-12|usw. im Uhrzeigersinn. Nach fünfmal das Ganze in entgegengesetzter Richtung, entgegen dem Uhrzeigersinn.
  • Für diese Übungen stellen Sie sich am besten ein viereckiges Blatt Papier vor. Soweit es geht, ziehen Sie Ihre Augen links oben in die Ecke und fangen hier an zu „lesen“, eine Zeile nach der anderen, also von links nach rechts, dann nächste Zeile links nach rechts, dann wieder nächste Zeile links nach rechts. Versuchen Sie, den Augapfel bitte bis in die seitlichen Ecken reinzudrücken. Nachdem Sie fünf Seiten so gelesen haben, bleiben Sie bei Ihrem Stück Papier. Jetzt wechseln Sie die Bewegungsrichtung von oben nach unten. Augen ganz links oben, dann runter ziehen und wieder nach oben, runter ziehen und so weiter. Vielleicht werden Sie merken, wenn Sie die Übung langsam machen, dass die Bewegung von rechts nach links ein wenig schwieriger ist als die Bewegung von links nach rechts. Das mag damit zu tun haben, dass wir immer gewohnt sind, von links nach rechts zu lesen, und dadurch die Muskeln entsprechend besser neurologisch verknüpft sind.

Die Rasterbrille, eine interessante Erfahrung, besser sehen ohne Brille

Mit einer Rasterbrille (anstelle durch ein Glas sieht man durch eine schwarze Metallscheibe mit kleinen, ausgestanzten Löchern) kann man sowohl die Augenmuskeln trainieren, wie auch das Gehirn. Die Muskeln müssen sich entscheiden, durch welches Loch sie denn jetzt blicken wollen, das hier rechts oder doch lieber das weiter links. Das bedeutet, laufend kurze Bewegungen vorzunehmen und wieder anzuhalten. Bewegen - Halt, Bewegen - Halt. Ein gutes Training für die sonst so starre und ungeübte Muskulatur. Das Gehirn ist gleichzeitig gezwungen, eine Vielzahl von ähnlichen Abbildungen durch die Löcher zu verarbeiten und zuzuordnen. Da die Winkel ein wenig differieren, ist das zusammengesetzte Bild schärfer und klarer. Außerdem fallen Streustrahlen weg. Wir können sowohl nah als auch fern besser sehen. Wir trainieren eine bessere Neuronen-Verknüpfung. Eine Spaltbrille, in Schneelandschaften früher unerlässlich, wirkt ähnlich.

Anschrift

Dr. J. A. Stuckensen
Giesshübelstrasse 66
8045 Zürich

Kontakt

Fon: +41 (0)445590839
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.schmerztherapeut-zuerich.ch