Jörg Stuckensen, Schmerztherapeut

  • Studium der Medizin und Psychologie in Erlangen und Wien
  • Promotion zum Dr. med. Thema: "Zur Früherkennung der 'Angeborenen Hüftgelenksverrenkung'"
  • Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Krebstherapie Universität Erlangen
  • Anästhesieausbildung Universität Erlangen
  • Stabsarzt der Deutschen Luftwaffe
  • Oberarzt in Rüsselsheim
  • Niedergelassener Frauenarzt, Belegarzt in Würzburg, Schwerpunkt Operationen und Geburten
  • Forschungsarbeiten in Groningen (NL) und Cambridge (GB) im Bereich In Vitro Fertilisation, Hormonale Dysbalance,  Assistierte Reproduktion, Andrologie und Zellbiologie
  • Leitung einer Tagesklinik für Fortpflanzungsmedizin. Ambulante Operationen, Mikroinvasive Chirurgie
  • Seit 2010 Arbeit in einer Privat-Praxis für Schmerztherapie in Zürich

Keine kantonale Zulassung. Deswegen können weder Krankenkassen noch Zusatzversicherungen irgendwelche Kosten übernehmen.

Sie haben keine Krankheit, die behandelt werden muss, sondern lediglich eine Verspannung, die gelöst werden sollte

Wenn Sie unter 50 Jahre alt sind, dann sind Sie nicht krank, sondern haben lediglich eine Fehlhaltung durch Verspannung. Sollten Sie das nicht korrigieren, kommt es später zu Verschleisserscheinungen, meistens durch Fehlstellung in den Gelenken, die dann natürlich Krankheitswert haben. Genau das gilt es zu verhindern. Fangen Sie jetzt an!

Ziehen Sie einen Systemwechsel in Betracht

Wir leben in einer aufregenden, spannenden Zeit, in der sich sehr rasch gewohnte Dinge ändern. Das ist nicht ganz einfach für jeden von uns, und um ehrlich zu sein, hinken wir immer ein wenig hinter dem tatsächlichen Fortschritt nach. Es gibt eben auch viel zu viele Themen und Bereiche. Der Grund für diese Beschleunigung liegt in der enorm wachsenden Anzahl von gut ausgebildeten "Gehirnen", die sich auf allen möglichen Gebieten durch moderne Kommunikationsmittel weltweit zusammen schliessen können und laufend Erfahrungen austauschen und so unser Wissen immer schneller vergrössern. 

Dagegen stehen die Kräfte, die man früher als konservativ bezeichnet hat und die sich heute dadurch auszeichnen, dass sie eigentlich mit die Gewinner des modernen neoliberalen Kapitalismus sind. Sie werden von den alten Eliten beherrscht und versuchen dem "dummen Bürger" "falsche Wahrheiten" zu verkaufen. Damit machen sie riesige Geschäfte. Inzwischen gibt es überall Unruhe und es kracht im System. Ungeheure Summen nicht vorhandenen Geldes werden ausgegeben. Die Krisen häufen sich: Bankenkrise, Wirtschaftskrise, politische Krisen, auch die Demokratie erlebt den Anfang einer Krise. Statistische Meinungsvoraussagen werden immer weniger berechenbar.

Unrühmliche Beispiele

Wie weit das gehen kann, ist für mich manchmal schwer zu glauben. Da werden reihenweise immer wieder völlig unsinnige diagnostische Untersuchungen durchgeführt, die keinerlei neue Erkenntnisse bringen können. Kleinere Operationen, die zudem gar nicht nötig sind, werden stationär durchgeführt, obwohl es auch ambulant möglich gewesen wäre. Anstatt einer lokalen Betäubung wird eine komplette Anästhesie gefordert, nicht zuletzt, um eine stationäre Behandlung zu begründen, beziehungsweise diese auszuweiten. Privatpatienten sind hier besonders gefährdet. Die Arroganz der Ärzte und ihre "Armut" gehen tatsächlich so weit, dass sie die ambulante Behandlung verweigern und auf einer Operation in einer Klinik bestehen, - und noch lächelnd zugeben, dies aus rein pekuniären Gründen zu tun. Selbst sehr kluge, gebildete und Verantwortung tragende Personen können sich dieser hypnotischen Faszination nicht entziehen. Wohl wissend: der gefährlichste Ort, an dem man sich als zivilisierter Mensch im Moment als Patient aufhalten kann, ist ein Krankenhaus, in dem auch operiert wird. Mörderische Keime lauern hier, gegen die es keine mehr Mittel gibt. Jedem ist geraten, sich von diesem Ort fernzuhalten oder, wenn es nicht anders geht, diesen möglich rasch wieder zu verlassen.

Kein Aufruf zur Rebellion

Für den Bereich Bewegungsapparat nimmt dieses Verhalten manchmal schon groteske Züge an. Jahrelange Arztbesuche mit immer wieder denselben Kontrollen sind die Regel. Da sich praktisch die körperlichen Beschwerden mit zunehmendem Alter von Jahr zu Jahr verschlimmern, schiebt das System die Behandlung von Schmerzen im Bewegungsapparat einträchtig vor sich her. Dabei werden brav Tonnen von Medikamenten geschluckt und unzählige Spritzen verabreicht, alle möglichen Bilder zur anschaulichen Erklärung immer wieder neu gemacht und Jahrzehnte an kollektivem Arbeitsausfall in Kauf genommen, jedes Jahr. Bis endlich der Patient der Schmerzen müde, die bekannte übliche Lösung fordert, auf die alles hinausläuft: die Operation mit Einbau von Ersatzteilen. Das ist der Lauf der Zeit, dem man sich wohl schicksalsergeben fügen muss.

Damit dieser Mangel an Erfolg nicht sofort ins Auge fällt, werden zwischendurch Ablenkungsmanöver gefahren und Trostpflaster verteilt. Möglichst jährlich wiederholte Bäderkuren und die gesamte Palette der unterschiedlichsten manuellen Therapien werden mit einbezogen. Alle tun ihr Bestes, aber auch nur mit vorübergehendem, mässigem Resultat.

Trotzdem muss man unumwunden feststellen, dass das schweizerische Gesundheitssystem im Ganzen hervorragend ist, wenn wir es mit demjenigen unserer Nachbarn vergleichen. Da sind die Probleme grundsätzlicher, gravierender und verlangen auch ganz andere Lösungen. Bei uns ist nicht so sehr eine staatliche Lösung gefragt, sondern eine ganz persönliche individuelle Entscheidung, die Dinge für sich selbst anders zu machen.

Seien Sie ein freier Mensch, der selbst Entscheidungen treffen kann

Ich habe diese Website so ausführlich gestaltet, damit Sie langsam in die Vorstellung einer eigenen Verantwortung hineinwachsen können. Sie sind nicht schuld am Dilemma. Es gibt auch keine Schuld, sondern die Entwicklung unserer Zivilisation ist nun einmal so gelaufen. Aber inzwischen führen uns die schnell wachsenden Erkenntnisse dazu, dass man dieses Problem auch völlig anders lösen kann und wohl auch muss. Wenn Sie diesen Weg einschlagen, werden Sie nur wenig Hilfe bei anderen finden, da diese wahrscheinlich in den traditionellen Vorstellungen verhaftet sind. Sie müssen sich selbst mit Ihren Problemen beschäftigen und auch nach der entsprechenden, für Sie passenden Lösung suchen. Dafür stehen Ihnen (fast) alle vorhandenen Daten dieser Welt zur Verfügung. Die Zeit des Glaubens und der Überzeugungen ist vorüber. Der Wandel ist zu schnell, als dass wir es uns leisten könnten, zu lange bei einer Fehleinschätzung zu bleiben. Seien Sie intelligent und versuchen Sie, logisch zu denken. Suchen Sie Ihren Weg. Es gibt nicht nur einen Pfad zu Glück und Erfolg, sondern sehr viele. Je besser er zu Ihnen passt, umso leichter ist er auch für Sie zu gehen.

Das Problem der unterschiedlichen Theorien

Die Ideen, die hier praktisch und einfach (vielleicht manchmal zu einfach) vorgestellt werden, sind eine Zusammenfassung von Erkenntnissen, die eigentlich gar nicht zueinander passen. Wir sehen die Ergebnisse und Verbindungen, können sie aber noch nicht wirkungsvoll interpretieren. Verschiedene Forschungsbereiche und Erfolgsmuster überschneiden sich, und manches ist natürlich auch ein wenig spekulativ. Dennoch: Alle diese Bereiche haben gezeigt, dass sie im Kern wirkungsvolle und mächtige Hebel bilden, die dabei sind, unsere Gesellschaft umzuformen. In den vergangenen Zeiten der Menschheitsgeschichte gab es immer wieder Perioden, die in ihrer Entwicklung zurükfielen, weil mächtige Glaubens- und Interessensgruppen versuchten, die Masse der Menschen zu unterdrücken. Nach solchen Perioden brauchte es dann immer noch einmal einen neuen, grossen Anlauf, um Verlorenes wieder aufzuholen und weiter zu entwickeln, wie zum Beispiel nach der langen Periode des Mittelalters in Europa. Dieser isolierte Rückfall einer Region wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Welt ist inzwischen zu vernetzt geworden. Jetzt geht es nur weiter. Oder wir vernichten uns alle selber.

Wie ist die Entwicklung der Beweglichkeit, der Faszien?

Wir sehen die Ergebnisse, aber haben Schwierigkeiten sie richtig zu deuten. Was in diesem Zusammenhang interessiert, sind die Themen Beweglichkeit, körperliche Verformung und Schmerz. Ein richtiges Bild von dem, wie sich die Menschen früher verhalten haben, können wir uns eigentlich erst machen, seitdem wir bewegliche Bilder haben. Stolz war man, weil man nun endlich die Möglichkeit hatte, Bewegung zu zeigen, also Filme zu produzieren. Können Sie sich erinnern, wie ungelenk damals die Bewegungen anmuteten, wie man in die Luft sprang, einen Salto machte, mit den Ski einen Berg runterrutschte? Und wie sah das 50 Jahre später aus? Gut dokumentiert bei der Olympiade 1936 in Berlin. Schauen Sie sich die Daten oder die Leistungen an und verfolgen Sie dann nach dem zweiten Weltkrieg die plötzliche Explosion fast aller Leistungen. Was war geschehen?

Die folgenden Passagen sind Ausschnitte aus einem Buch, das ich gerade schreibe, dessen Titel natürlich noch nicht festliegt. Thema ist die Faszie, beziehungsweise noch präziser die Verbindung der verschiedenen Hirnareale als Korrelat von Bewusstsein, Geist und Verstand mit der Faszie. Diese wird nun nicht mehr nur als bindegewebiger Strang verstanden, der verschiedene Kräfte verteilt, sondern sie als ein sehr differenziertes, grosses Rezeptornetz, das möglichst alle für uns relevanten Informationen von aussen und vor allem auch aus dem Inneren des Körpers codiert, eigene lokale Entscheidungen trifft und die notwendigen weiteren Informationen an das Zentrale Nervensystem weiterleitet. Was sind unsere Empfindungen? Wie entwickeln sich Gefühle und Emotionen? Wo werden sie verarbeitet und welche Reaktionen können wir verstehen und beeinflussen? Einfach ausgedrückt: Wenn wir die Entwicklung von Körper und Geist verstehen, wenn wir die gegenseitige Abhängigkeit akzeptieren, wenn wir alles als eine Einheit sehen, können wir so manches heutige (auch Psycho-) Problem leichter angehen. Es geht um die Entstehung, Lenkung und Verarbeitung von äusseren und inneren Gefühlen. Wie können wir unsere Emotionen und auch die archaischen und moderneren Hirnareale, die uns durch Schmerz auf unsere Versäumnisse aufmerksam machen, besser verstehen?

Kurz gesagt, geht es um eine völlig neue Betrachtungsweise des Menschen und seiner Möglichkeiten. Wir können stolz und dankbar sein, diese Erkenntnisse und die daraus explosionsartig entstehenden neuen Möglichkeiten wenigstens zum Teil miterfahren und -erleben zu dürfen.

Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit zeigen sich immer mehr neue Fähigkeiten der Faszie. Jeden Tag kann man auf YouTube neue Bewegungsabläufe und artistische Leistungen sehen, die man vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehalten hat. Und das von völlig normalen Menschen aus unserer Umgebung. Waren Sie bei den Olympischen Winterspielen in Pyeong Chang dabei? Haben Sie nicht oft den Atem angehalten? Unglaubliche Leistungen. Ungeahnte Fähigkeiten der Faszie.

So hat die neue Faszien-Ära vielleicht begonnen:

Der Flop, der den Sport veränderte  (aus meinem noch nicht veröffentlichen Buch)

Einer der denkwürdigsten Momente in der Olympischen Geschichte ereignete sich 1968 in Mexiko. Alle Beteiligten rieben sich die Augen, alle Athleten und Zuschauer. So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Da flog so ein junger, völlig unbekannter Kerl mit dem Rücken nach unten über die Hochsprunglatte und holte sich die Olympische Goldmedaille. Dick Fosbury. Eigentlich sollte der mittelmäßige Leichtathlet gar nicht zugelassen werden zur Olympiade. Die Einberufung zum Vietnam Krieg stand bevor. Da er aber Probleme mit dem Rücken hatte, wurde er glücklicherweise zurückgestellt. Gerade dieses Rückenleiden bescherte der Welt eine neue, grandiose Technik. Der bis dahin erfolgreichste Hochsprungstil war der so genannten “Straddle“. Nach dem Absprung rollte man sich praktisch mit dem Bauch über die Latte. Weil Fosbury sich aber wegen seines Rückens nicht richtig nach vorne zusammenklappen konnte, musste er den Anruf mehr von der Seite machen. Alles andere sei dann automatisch gekommen, so Fosbury, das sei eben die einfachste Form gewesen, mit der er die Latte überqueren konnte. Die Verblüffung war groß. Als andere diese Technik ausprobierten, purzelten schnell hinter einander die Rekorde. Es lag also an der Technik, nicht an der Muskelkraft. Irgendetwas war verändert. Erklären konnte man sich das nicht so richtig. Heute springt jeder so. Warum diese neue Technik so viel erfolgreicher ist, wird auch heute noch mit dem tieferen Schwerpunkt beim Überqueren der Latte erklärt. Diese Berechnung ist aber für einen Körper in Bewegung falsch. Der Grund liegt in der Eigenschaft der Faszie, was damals noch keiner wissen konnte. Heute ist es dieser Bewegungsablauf, der sehr schön zeigt, wie die gespeicherte Kraft der Absprungspannung durch den ganzen Körper von der Frontallinie auf die Rückenlinie umgeschaltet wird. Wer die Spannung richtig verteilen kann, gewinnt. Wer die längste zusammenhängende Spannungsbahn trainiert, gewinnt. Wer vom kleinen Zeh bis in die Fingerspitzen den richtigen Impuls und die richtige Reihenfolge zur Anregung der Muskelkontraktion gefunden hat, gewinnt. Irgendwann war dann die Grenze erreicht. Der heute noch gültige Weltrekord ist 1993 vom 1,93 m großen Kubaner Sotomayor aufgestellt worden der damals mit 2,45 m die Latte übersprang. Das ist jetzt 25 Jahre her.

Doch die Technik war noch nicht ausgereizt. Im Jahre 2011 konnte man im Circus Krone den chinesischen Artisten Qu Hao bewundern, der jeden Tag (mehrmals) durch einen Ring in 2,50 m Höhe sprang, ohne Hilfsmittel, nur mit der “Fosbury Flop“ Technik. Er war nur 1,60 m (!) groß und wird in Sportstatistiken deswegen nicht aufgeführt, weil er der Wettkampfbestimmung nicht gerecht wurde, die den Absprung mit einem Bein fordert. Qu Hao war mit beiden Beinen gleichzeitig gesprungen. Doch was ist der Unterschied? Wieso kam er höher? Er hatte zwei Spannungsstraßen zur Verfügung, die beide zusammen natürlich mehr Energie speichern konnten. Mit den beiden vorderen Zugbahnen, rechts und links (und der entsprechenden Technik) kann man offensichtlich mehr Kraft in die mächtigen, komplexen Rückenfaszien transferieren als nur mit einer.

Ein ebenso beeindruckendes Beispiel, das eine Erklärung verlangt:

Nachdem zwei Besteigungsversuche der Eiger-Nordwand tödlich verlaufen waren, ist es zum ersten Mal gelungen, mit einer Viererseilschaft im Jahre 1938 den Berg zu bezwingen. Drei Tage hat es gedauert. Inzwischen hat der schnellste Free Climber ohne Sicherung und Ausrüstung auf demselben Weg den Gipfel in 2 Stunden, 22 Minuten und 50 Sekunden erreicht.

Soweit die Ausschnitte. Unser Thema ist die Beweglichkeit, die Faszie und die Entwicklung des Menschen. Was ist in den letzten 40 Jahren alles passiert? Die Wasser-Surfbretter der sechziger Jahre sind auf die Strasse gekommen und anschließend in den Schnee. Jedes Jahr kommen neue unglaubliche Kunststücke dazu. Dasselbe betrifft Fassadenkletterer, Windglider, Freestyler und viele mehr. Nicht von Organisationen geleitet haben sich überall auf der Welt wie aus dem Nichts Gruppen von Jugendlichen gebildet, die sich gegenseitig unglaublich gepusht haben. Dank YouTube kann jeder genau studieren, was möglich ist. Früher waren solche Tricks Geheimnisse, wenn es sie überhaupt gab. Das spornt natürlich zur Nachahmung an, und die weitere Entwicklung ist gar nicht aufzuhalten. Jetzt kann jeder sehen, wozu Faszien in der Lage sind und wozu sie überhaupt gebraucht werden.

Sie müssen diese Erkenntnisse eigentlich nur noch in die Medizin übernehmen und auf Ihr Problem übertragen. Jetzt sind Sie gefragt, das zu verstehen und konsequent einzuleiten.

Anschrift

Dr. J. A. Stuckensen
Giesshübelstrasse 66
8045 Zürich

Kontakt

Fon: +41 (0)445590839
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Web: www.schmerztherapeut-zuerich.ch