Maushand

Das Problem liegt im Arm und in der Schulter. Also suchen Sie dort!

Sie drehen Ihre Hand für ungewöhnlich lange Zeit nach innen und strecken zudem auch noch unnatürlich den Handrücken nach oben. Dann sind Sie Anwärter auf eine Maushand. Die unten abgebildete anatomische Analyse zeigt deutlich, wie unkomfortabel die Knochen zueinander stehen (rechte Darstellung), wenn die Hand nach innen gedreht ist. Dazu kommt noch eine Überstreckung des Handrückens nach oben, die zu einer Verkrampfung der Handstrecker führt. So kommt die Maushand zustande.

Durch die permanente Anspannung der Unterarmmuskeln werden Nerven und Gefässe ein wenig gedrosselt. Wenn es nicht zu einer Entlastung durch eine Gegenbewegung kommt, reicht das, um die Versorgung des Armes und der Hand nicht mehr genügend zu gewährleisten.

Ganz allmählich schleichen sich die Beschwerden ein. Vielleicht ein leichter Verlust an Kraft und Beweglichkeit und ab und zu ein Taubheitsgefühl. Dann ein Kribbeln, ein Ziehen mit zeitweiligem Kältegefühl. Es kommt zu Fehlbewegungen, Muskelkrämpfen und schliesslich treten Schmerzen auf, erst nur bei Bewegung, dann auch in Ruhe.

Schmerzen in Armen und Händen, besonders am Handrücken und Unterarm, und durch die krampfhafte Haltung des ausgestreckten Armes kann auch das Schultergelenk mit einbezogen werden. Am Ende schmerzen sämtliche beteiligten Gelenke in Schultern, Armen und Händen. Zudem können unangenehme Muskelkrämpfe auftreten.

Zur Diagnose braucht man keine teuren Untersuchungen und Apparate. Jeder kann sie stellen. Es genügen die äusseren Umstände.

Verschiedene Behandlungen werden von der Schulmedizin vorgeschlagen. Wärmebehandlung, Kältebehandlung, Bestrahlung, Bewegungsbäder, Massagen, Gymnastik. Zur sofortigen Linderung natürlich Medikamente. Schmerzmittel in verschiedener Stärke, Kortison als Entzündungshemmer und wenn das nicht ausreicht Antidepressiva, damit man dem Schmerz gegenüber gleichgültiger wird.

Eine Schädigung in der Muskulatur gibt es eigentlich nicht. Also muss laut Erklärung der Experten das Nervensystem eine Rolle spielen. Eine Reizung des Nervs soll  "unterschwellige Schmerzsignale" bei jeder Bewegung zum Gehirn senden. Überschreiten diese Signale eine bestimmte Häufigkeit, so sollen sie als Erinnerung gespeichert werden. Dieses "Erinnerungszentrum" sei  verantwortlich für den Schmerz, der nun schon bei einer kleinen, nicht belastenden Bewegung des Armes oder der Hand auftritt. Mir persönlich ist bisher nirgendwo ein "Schmerzgedächtnis" begegnet.

Alle diese Annahmen und Erklärungen für eine „Krankheit“ sind äusserst fraglich. Erschüttert werden die obigen Thesen durch eine ziemlich einfache Behandlungsmethode, die sofort wirkt, die rasch verlorene Kraft und Beweglichkeit wiederbringt und Schmerzen verschwinden lässt: die Schmerzpunktpressur.

Wenden wir den Schwerpunkt unserer Aufmerksamkeit von den Muskeln und Nerven ab und beschäftigen wir uns mehr mit dem Bindegewebe, den filigranen Strukturen zwischen den Muskelfibrillen, den Sehnen und den Gelenkkapseln. Diese Strukturen bilden eine Einheit und bei langer, gleichförmiger Anspannung kommt es zum Zusammenziehen der kollagenen Fasern. 

Da diese Fasern eine überraschend hohe Dichte an Tastkörperchen (Schmerzrezeptoren) haben, empfinden wir einen starken Schmerz an Stellen, die von aussen völlig normal und gesund aussehen. Unser Eindruck trügt nicht. Es ist soweit alles gesund. Trotzdem haben wir  Schmerzen, die nur weggehen, wenn wir eine Pause machen. Und das können wir auf die Dauer nicht.

Die Lösung des Problems ist tatsächlich ganz einfach. Die verkürzte Seite muss wieder gedehnt werden. Oder genauer gesagt, das Bindegewebe dieser Seite.

Und das ist kein grosses Problem, weil unser Bindegewebe entgegen der Meinung vieler Leute gut entspannt werden kann und sich damit Sehnen und Bänder verlängern lassen. Die Wirkung ist unmittelbar unter der Behandlung zu spüren, denn die verkrampften Schmerzrezeptoren lockeren sich und müssen sich entspannen, weil die sie umgebenden Muskeln auch weich und dehnbar geworden sind. Der Schmerz der lokalen Verspannung lässt sofort nach.

 

 

 

 

 

 

 

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