Fragen & Antworten

Gibt es eine Chance bei austherapierten Fällen?

Ja, tatsächlich sind die Chancen ganz gut. Hoffnungslose Fälle sind extrem selten. Sie haben bisher andere Erfahrung gemacht. Die verschiedensten schulmedizinischen und komplementären Heilmethoden sind bei Ihnen schon angewendet worden. Offensichtlich ohne befriedigenden Erfolg. Wäre eine andere Behandlung erfolgreich gewesen, wären Sie jetzt nicht hier. Diese negative Auslese erhöht die Chance für einen Erfolg. Denn, unser Therapiemodell geht von einem moderneren Schmerzverständnis aus. Schmerz resultiert aus einem Ungleichgewicht von Kräften entlang einer bestimmten Bewegungsbahn (myofaszialer Meridian). Der schwächste Punkt wird der sein, an dem die Schmerzen auftreten. Es wird nicht genügen, nur in diesem Bereich den Schmerz zu eliminieren. Er wird wiederkommen, solange die Bahn nicht vollkommen ins Gleichgewicht gebracht ist. Dabei spielen auch die Gegenmuskeln (Antagonisten) eine Rolle. Mit der Schmerzpunktpressur lassen sich die Sehnen leicht lockern. Grössere Flächen werden mit der myofaszialen Verschiebung behandelt. Um auf die Dauer Schmerzen zu eliminieren, ist es nötig dei Haltung zu ändern. Nur so kann das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

Kann man Operationen vermeiden?

In vielen Fällen Ja. Wenn man es genau betrachtet, so ist es gar nicht der Arzt, der die Indikation zu einer Operation stellt. Es ist der Patient, der seinen Arzt indirekt dazu auffordert, etwas zu tun, entweder weil er unerträgliche Schmerzen hat oder weil seine Lebensqualität durch Unbeweglichkeit stark vermindert ist. Natürlich werden zuerst Medikamente und sonstige Massnahmen eingesetzt. Aber, wenn das nicht hilft, ist die ultima ratio eben die Operation. Nehmen wir an, eine ihrer Bandscheiben wäre stark verkleinert, sie haben aber keine Beschwerden. Würden sie sich unters Messer legen? Wahrscheinlich nicht. Wenn sie aber vor lauter Schmerzen Nacht für Nacht nicht schlafen können, dann würden Sie alle Hoffnung in eine Operation setzen. Wenn ihnen jetzt einer sagen würde, er sei in der Lage, mit aller Wahrscheinlichkeit in ein paar Tagen die Schmerzen zum Verschwinden zu bringen ohne irgendwelche Eingriffe oder Medikamente, wie würden sie reagieren? Würden Sie nicht die Möglichkeit nutzen, die Operation zu vermeiden?
Tatsächlich kann unsere Methode der Fasziendehnung das leisten. Auch wenn ein Schaden der knöchernen Struktur im Röntgenbild auffällt, ist das kein Grund mehr zur Operation. Gerade im Bereich der Lendenwirbelsäule sind nach neueren Erkenntnissen die mechanisch "eingequetschten" Nerven nicht die Ursache der Schmerzen (Sonst müsste es eigentlich immer auch zuerst zu sensiblen Ausfällen (Kribbeln, Taubheit), dann auch zu motorischen (Lähmungen) kommen. Eine Operation kann die Schädigung nur in wenigen Fällen ausgleichen. Aber, da es der seit Jahren verspannte Bindegewebsapparat ist, der durch die Operation und die anschliessende Ruhigstellung sich kaum verbessern kann, wird diese Verspannung (und die Schmerzen) im Prinzip weiter bestehen bleiben. Dann doch lieber gleich Herstellung des muskeldynamischen Gleichgewichts mit mehr Beweglichkeit und ohne Schmerzen durch die Myofasziale Dehnungstherapie.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten?

Nein. Weder die Grundversicherung noch eine Zusatzversicherung für Komplementäre Medizin übernehmen momentan in der Schweiz die Kosten für unsere Behandlung. Dafür ist die Methode zu unbekannt und neu.
Die Grundversicherung ist laut Gesetz bislang nicht dazu verpflichtet, die meisten Zusatzversicherungen zahlen nur die in einer Liste aufgeführten Alternativen Heilmethoden. Unsere gehört nicht dazu. Es kann jedoch sein, sollten Sie eine Zusatzversicherung haben, dass aus Kulanz ein Teil der Kosten erstattet wird.
Trotz der hohen Wirksamkeit unserer Therapie zahlen die Kassen nicht.

Privatpatienten und Beihilfeberechtigte aus Deutschland haben diese Probleme im allgemeinen nicht. Hier zahlen die Kassen, da Therapien im Ausland im Rahmen der heimischen Erstattungskosten anstandslos bezahlt werden.

Es geht in unserer Praxis auch nicht allein darum, sie von ihren Schmerzen zu befreien. Unser Anspruch geht weit darüber hinaus. Sie sollen etwas lernen, lernen für die Zukunft. Das Vermeiden von Schmerzen. Sie sollen gar nicht mehr in diese Situation hineingeraten können, also eine wahre Prophylaxe. Und sie lernen etwas, das sie in Zukunft immer in Stresssituationen anwenden können, Methoden zur inneren Konzentration, zur Gelassenheit und Entspannung.

Es gibt Bandscheibenvorfälle ohne Schmerzen. Warum?

In der Bandscheibe gibt es keine Nerven. Eine Verschmälerung der Bandscheibe oder ein Vorfall werden erst dann zu Schmerzen führen, wenn umliegendes Gewebe verdrängt wird und/oder auf einen Nerv drückt. Aber ein Bandscheibenvorfall beweist, dass offensichtlich eine längere Zeit ein erheblicher Druck den Wirbelkörpern belastet hat. Ursache ist oft eine Fehlhaltung.
In diesem Fall ist auch ohne Schmerz eine Fasziendehnung der tief gelegenen statischen Muskulatur angezeigt, um die Wirbelsäule, die angrenzenden beiden Gürtel, Becken und Schulter, und die dazu gehörenden Muskeln wieder in eine normale Funktion zu bringen. Damit können eineordose, eine Kyphose und sogar eine Skoliose deutlich verbessert werden. die beste Möglichkeit, einer Operation
L zu entkommen.

Warum findet man in 90% aller Rückenschmerzen keine entsprechende Knochenveränderung?

Weil 90% aller Rücken (noch) nicht geschädigt sind. Daraus folgt, die Ursache der Schmerzen sind nicht die pathologischen Veränderungen. Es ist genau umgekehrt. Der Schmerz sagt uns: „Halt, nicht weiter, sonst gibt es eine Schädigungen“.
Die Ursache liegt in einem System von Muskel-Sehnen-Verspannungen.  Jedes einzelne (Wirbel)Gelenk wird immer mehr einschnürt und unbeweglich. Zu Beginn merken wir davon noch nichts. Erst, wenn die Spannung so gross wird, dass bei weiterer Belastung ein Defekt zu befürchten ist, wird der Schmerz eingeschaltet. Er soll uns schützen.

Die verschiedenen Abschnitte der Wirbelsäule haben unterschiedliche Funktionen. Daher ist die Ausprägung des Schmerzes nicht überall gleich. Im Hals und Brustbereich sind hauptsächlich die kleinen Muskeln zwischen den Wirbelfortsätzen in einer Daueranspannung, die Brennen und Schmerzen verursachen. Sie sind unter anderem für die seitliche Biegung verantwortlich.
Der Lendenwirbelbereich ist viel öfter und stärker betroffen, da zusätzlich noch die grossen Muskeln der Bauchseite verkürzt sind sowie die seitlichen Muskeln zur Drehung. Dieser Teil der Wirbelsäule ist damit einem immensen Druck ausgesetzt.


Warum kann ein Arzt, wenn er z.B. Ein Röntgenbild betrachtet, nicht sagen, ob sein Patient Schmerzen hat oder nicht?

Bild gebende Verfahren können nur die Struktur wiedergeben. Dichteunterschiede, Lage, Grösse und Form können exakt bestimmt werden und somit werden leicht pathologische Strukturen erkannt. Die können aber nichts aussagen über Schmerzen.
Mit unserer Technik der Schmerzpunktpressur können wir die Schmerzen messbar machen. Die unterschiedliche Schmerzreaktion beim Drücken der Muskelspindeln an ganz bestimmten Punkten der Sehne gibt uns einen guten Anhaltspunkt für den Verspannungsgrad. Bei grossen Schmerzen finden wir eine hohe Spannung, bei geringer Empfindlichkeit besteht kein Handlungsbedarf. Ein sehr einfaches, probates und auch kostengünstiges Mittel.

Warum spüren wir bei einem pathologischen Befund (Arthrose, Verkalkungen usw.) an einen Tag heftige Schmerzen, am nächsten nichts mehr?

Die diagnostizierte Schädigung im Gelenk verursacht keinen Schmerz. Wenn etwas weh tut, so ist dies bedingt durch ein gestörtes muskeldynamisches Gleichgewicht, das sich im scherzenden, umliegenden Bindegewebe äussert. Der Schutzschmerz wird eingeschaltet, wenn die Belastung zu gross wird und die Gefahr einer weiteren Schädigung besteht. Hat sich die Lage im wahrsten Sinne des Wortes entspannt, gibt es keinen Grund mehr für das Gehirn, ein Schmerzsignal auszusenden.

Wenn wir abends völlig normal und beweglich zu Bett gehen und wachen morgens mit einem Hexenschuss auf. Was ist da passiert?

Unser Körper kann Fehlbelastungen in einer gewissen Bandbreite ausgleichen, ohne dass wir davon etwas merken. Wird die Grenze überschritten, wird sofort der Schutzschmerz eingeschaltet. Wir gehen noch beweglich, doch bis zur Grenze verspannt ins Bett. Die vordere Muskulatur ist inzwischen so weit verkürzt, dass eine weitere geringfügige Verspannung den Schutzschmerz aktivieren wird. Schuld ist häufig unsere Lieblingsposition, das Sitzen. Wie wir inzwischen wissen, wird der Schmerz auf die Gegenseite geschickt, meist im Lendenwirbel- und Kreuzbereich. Im Bett ist uns die zusammengekauerte Embryonalstellung (wieder die Sitzposition) uns die angenehmste. Wir fühlen uns entspannt. Aber, das genaue Gegenteil ist der Fall, wir verspannen zusehends. Wir sind schon in einer Schonhaltung und merken nicht, dass wir in der Falle sitzen. Wir meiden die notwendige Streckung, die Dehnung der Vorderseite, weil sie unangenehm ist. Bei plötzlicher Belastung am Morgen schiesst dann der Schmerz in den Rücken.