Fersensporn - ohne Schmerzen auftreten

Am Fersenbein setzen die am stärksten belasteten Sehnen an. Hier kann der Übergang von Sehne zu Knochen zu einem Sporn verhärten, eben dem Fersensporn. Nach unten und vorne die Sehne der kleinen Fussmuskeln (häufig), nach oben die der Achillessehne (selten). Als Ursache des Fersensporns Unglaublich - Nicht der gefährlich aussehende Stachel verursacht die Schmerzen beim Auftreten. Es sind die verkürzten und verspannten Sehnen, Schmerztherapie Zürichwerden entzündliche Reaktionen und Überlastung diskutiert. Der Erfolg herkömmlicher Linderungsvorschläge von Spezialeinlagen bis Operation ist mangelhaft bis ungenügend. Therapie kann man das gar nicht nennen.
Der Fersensporn ist ein guter Prüfstein für die Gültigkeit unserer Theorie, nämlich, dass chronische Schmerzen nicht von einer Deformation in der knöchernen Struktur, wie zum Beispiel auch eine Arthrose ihren Ausgang nehmen, sondern einfach nur Ausdruck übermässig verspannter Sehnen und Bindegewebsbänder sind. Der rasche Erfolg bei einer an sich bisher nicht therapierbaren Veränderung beweist den richtigen Ansatz.

Knochenbildung entsteht immer da, wo grosse Zugkräfte wirken. An jedem nackten Knochen kann man sie sehen und fühlen, die Höcker, Spitzen und raue Stellen genau da, wo die Sehnen sich mit dem Knochen verbinden.

Beim Fersensporn erhebt sich die Frage: welche Zugkraft kann die Knochenhaut veranlassen, einen zusätzlichen Knochenteil auszubilden? Eine normale, physiologische Belastung kann das nicht sein. Personen zum Beispiel, die täglich über 20 km laufen, bilden nicht häufiger einen Fersensporn aus. Als Antwort in Frage kommt eine über Jahre oder Jahrzehnte dauernde, Tag und Nacht, verkürzte und verspannte Muskulatur. Nur sie ist in der Lage, die Spannkraft aufzubringen, die notwendig ist, um die Osteoblasten (Knochenbildner) am Sehnenansatz zu aktivieren. Mit der Zeit entsteht so ein Stück neuer Knochen.


Schmerzmuster beim Fersensporn, Schmerztherapie ZürichDieser neu entstandene Sporn ist aber nicht der Auslöser der Fussschmerzen, obwohl die Spitze in einem Röntgenbild bedrohlich aussehen kann. Der Schmerz kommt aus der Sehne. Beweis: Wenn die entsprechende Sehne nach der Therapie entspannt ist, gibt es keinen Schmerz mehr. Der Sporn indes ist noch da. Achtet man darauf, dass die Muskelverspannungen nicht mehr auftreten, so kann sich der Sporn wieder zurück bilden. Damit ist auch die verwirrende Beobachtung erklärt, dass es Patienten gibt mit Fersensporn, die keine Schmerzen haben und andere, die starke Fussschmerzen haben, aber kein Sporn zu finden ist.

Um die grosse Sehnenplatte dauerhaft zu entlasten, die das Fersenbein mit dem Vorderfuss verbindet, muss das ganze eingesunkene Fussgewölbe wieder nach oben gezogen werden. Um zu verstehen, dass der Körper dazu selbständig nicht nur in der Lage ist, sondern dass das eingelegte genetische Programm dies auch fordert, muss noch einmal auf das Tensegritymodell aufmerksam gemacht werden. Auf dem Fuss lastet nicht das Gewicht wie auf einer festgefügten Mauer. Das nämlich würde bedeuten, dass mit der Zeit jeder Fuss nach unten sinken muss und der platte Fuss wäre dann der Normalzustand. Das Gegenteil ist der Fall. Wie bei einem Segelschiff die gesamte angreifende Kraft in die oberste Spitze des Mastes geleitet wird und damit jeder Teil des Bootes leicht und beweglich ist, weil alles nach oben gezogen wird, so möchte auch das Fussgewölbe wieder nach oben gezogen werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Belastung der Füsse in etwa gleich ist, dass die Gelenke frei beweglich sind und die gegenüber liegenden Muskelketten sich im Gleichgewicht befinden. Nur so kann der Steigbügeleffekt greifen, nur so kann von beiden Seiten des Beines wie mit einer Trense der Mittelfuss hochgehoben werden. Damit ist dann die so wichtige Federfuktion des Fusses wieder hergestellt.

Die Technik dazu besteht in einem Ausgleich der Muskeln durch Stärken und Schwächen, manchmal in einer Umprogrammierung der Feuerungsreihenfolge in den Muskelketten. In Folge richten sich die Knochen gegenseitig aus, die Winkel werden verändert, die Gelenkflächen passen sich wieder gegenseitig an, die Haltung ändert sich, der Gang wird leichter.

Eine Lösung des Problems, die darin besteht, einfach die Sohle um den Fersensporn auszupolstern, um die empfindliche Stelle nicht zu belasten, diese Lösung ist keine Lösung.