Der chronische Schmerz - gefangen im eigenen Körper, blind im eigenen Kopf, Schmerztherapie Zürich

Chronische Schmerzen - schnell und problemlos beseitigt, ohne Medikamente und ohne Operation

Der chronische Schmerz macht keinen Sinn. Viele der bisher angebotenen Therapiemethoden werden ungenügenden Erfolg aufweisen, da das Wesen der Schmerzentstehung nicht genügend in Betracht gezogen wird. Mit der myofaszialen Drucktherapie sind in kurzer Zeit lang dauernde und schwere Schmerzzustände ohne Medikamente oder Operationen zu beheben.

Der akute Schmerz ist wichtig und macht ausgesprochen Sinn. Er tritt umschrieben am Ort einer Verletzung auf, ist immer ein unerwartetes, neues Ereignis und ein wichtiges Warnsignal. Er sorgt durch sofortige Ruhestellung dafür, dass der Schaden so rasch wie möglich wieder repariert werden kann. Mit dem Heilungsfortschritt zieht sich der Schmerz peu a peu zurück. Nach der kompletten Heilung ist er weg.

Der chronische Schmerz hat auch eine Schutzfunktion. Nur ist es hier viel schwieriger, einen Sinn zu erkennen. Was man neben dem Schmerz beobachten kann, ist eine deutliche Bewegungseinschränkung und ein Schwinden der Kraft. Man ist geneigt, dies dem zunehmenden Schmerz anzulasten. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Der Schmerz ist nicht Ursache, sondern Folge der mangelnden Beweglichkeit. Die Gelenke werden eingeschnürt, die Sehnen straff gespannt. Dadurch kostet jede Haltungsänderung mehr Kraft und der Radius der Bewegung wird immer mehr eingeengt. Weil jetzt auch noch Schmerzen auftreten, schonen wir instinktiv diesen Teil. Das bewirkt eine weitere Verkürzung, eine weitere Verschlimmerung durch Inaktivität. Allerdings soll auch hier durch die Schmerzen vor einer Gefahr gewarnt werden. Vor der Gefahr, durch Fehlstellung und Mangelversorgung andere Organe zu schädigen, wie den Gelenkknorpel oder die Zwischenwirbelscheiben.

Wenn wir die Liste der chronischen Schmerzen durchgehen und die Störungen durch innere Organe nicht berücksichtigen, wie zum Beispiel Niere oder Gallenblase, und auch die Schmerzen bei Krebsgeschwüren ausser acht lassen, so muss auffallen, dass alle sonstigen chronischen Schmerzen mit dem Bewegungsapparat zu tun haben. Nach eingehender Analyse offenbart sich auch eine durchgehende Gemeinsamkeit. Sie treten nur dann auf, wenn Muskeln verspannt und Sehnen verkürzt sind, durch Fehlstellung, Überlastung und Inaktivität.

Reich ausgestattet sind sie mit Schmerzrezeptoren, die Sehnen, Kapseln und Bänder, die alle Gelenke fest umgeben und dafür sorgen, dass wir nicht auseinander fallen. Dieses kollagene Bindegewebe fängt in dem Moment an zu schmerzen, in dem der Punkt überschritten ist, an dem es sich frei und elastisch gegeneinander bewegen kann. Vereinfacht ausgedrückt: Das Bindegewebe verliert Wasser, trocknet aus, zieht sich zusammen und schnürt somit das umliegende Gewebe ein. In diesem Milieu können sich vermehrt Toxine anreichern, der normale Austausch zwischen den Zellen ist gestört und der Stoffwechsel innerhalb der betroffenen Zellen eingeschränkt. Oft sind es Gelenke, die betroffen sind (Knie, Hüfte), manchmal sind es Nerven und Gefässe, die einfach abgequetscht werden und in vielen Arealen merkwürdige Schmerzmustern erzeugen (Kopf, Arm). Gott sei Dank ist nur in wenigen Fällen das gesamte Bindegewebe mehr oder minder systemisch betroffen (Fibromyalgie).

Die Ursache für den Wasserentzug aus dem Bindegewebe kann vielfältig sein. Verletzungen, chirurgische Narben, Entzündungen, Fehlernährung, Ermüdung, Stress, Traumata und vieles mehr. Zahlenmässig die grösste Bedeutung für die Schmerzentstehung kommt den Muskeln zu. Bei Inaktivität verkürzen sich die Sehnen, aber bei einseitiger Überanstrengung tun sie das auch.

Oft kommen mehrere Faktoren als Auslöser zusammen. Umgekehrt ermöglicht das Wissen darüber einen differenzierten, individuellen Therapieansatz.

Durch den Piezoelektrischen Effekt wird die von aussen zugeführte Enegie durchs Bindegewebe geleitet und so die Zellen aktiviert, Schmerztherapie Zürich

Es gibt eine Möglichkeit den Wasseranteil am Bindegewebe gezielt und schnell zu erhöhen. Bindegewebe ist elektrisch leitend und durch Druck und den damit ausgelösten Piezoelektrischen Effekt kann Energie sofort über die Sehne zugeführt und weiter geleitet werden. Das geschieht praktisch dadurch, dass an bestimmten Stellen der Sehnen oder Kapseln, ein dosierter Druck ausgeübt wird. Die Fibrillen im kollagenen Gewebe sind durch Wassereinlagerung geordnet und leicht gegeneinander zu verschieben, Schmerztherapie ZürichEnergie wird also gezielt ins System geleitet. Die elektrische Spannung springt dann im Fasernetz weiter und regt die dazu gehörenden Kompartimente an (Thixotropie). Gleichzeitig wird in den kollagenen Fasern durch Hyaloronsäure Wasser eingelagert. Die verzweigt liegenden Fasern werden in Längsrichtung geordnet. Dadurch wird die Sehne länger und weicher, die Rezeptoren werden entspannt. Der Schmerz entschwindet spürbar.

Damit ist ein lokaler und allgemeiner Umbauprozess im Bindegewebe eingeleitet, der in Folge auch von aussen ganzkörperlich spürbar sein kann. Besonders ältere Menschen leiden ein paar Tage unter den Muskelkater ähnlichen, krampfhaften Schmerzen. Als Trost bleibt die Gewissheit, dass tatsächlich Entscheidendes passiert.

Leider besitzt das Myofasziale System eine Trägheit, die dafür sorgen möchte, dass dieser neue, noch ungewohnte Zustand nicht von langer Dauer ist. Alte, lieb gewonnene Gewohnheiten werden nur ungerne abgelegt. Die neue Freiheit der verlängerten Bänder kann nur durch deren Dehnung beibehalten werden. Dazu sind spezielle Übungen notwendig. Eigene Initiative und Wille daran zu arbeiten sind Voraussetzung für einen bleibenden Erfolg.

Die Frage ist noch nicht beantwortet: Wieso tritt der Schmerz immer an derselben Stelle auf? Wieso kann er nach einer Therapie verschwinden, quält uns dann aber wieder gerade wieder zur unpassensten Zeit? Was hat den Schmerz zu einem chronischen Schmerz gemacht? Und warum breitet er sich immer weiter aus?

Spannungen und Verspannungen treten in unserem Körper nicht umschrieben oder isoliert auf. Alle einzelnen Teile und Organe sind miteinander verbunden durch ein Gewebe, dessen Name seine Funktion klar ausdrückt, Bindegewebe (connective tissue). Über das Bindegewebe wird jeder Druck und jeder Zug möglichst gleichmässig über den ganzen Körper verteilt. Trotzdem bleibt es nicht aus, dass sich Hauptlinien oder Strassen bilden, die deutlich mehr belastet werden (myofasziale Leitlinien). Tritt auf irgendeiner dieser Strassen eine Fehlbelastung auf, z.B. durch Unfall, Entzündung usw., die zu einer Verspannung (Verkürzung) führt, so wird diese sofort ausgeglichen, damit die Funktion (Beweglichkeit) erhalten bleibt. Beispiel: Kommt es zu einer Verkürzung der rechten unteren Rückenmuskulatur, so wird wahrscheinlich dadurch die rechte Hüfte nach oben gezogen (Beckenschiefstand). Das hat Folgen für die nach unten führende Becken- und Beinmuskulatur (Ischias). Aber auch nach oben muss die nun nach rechts gezogene Wirbelsäule die Gegenbewegung nach links einschlagen (Skoliose), damit der Kopf weiter oben in der Mitte getragen werden kann. Wenn man genau hinsieht, dann ist entlang unserer fehlbelasteten Strasse von der Fussspitze bis zur Nasenwurzel alles mehr oder weniger aus der Idealposition verschoben. Der Schmerz tritt zuerst auf an der schwächsten Stelle. Wenn aber nicht die individuellen myofaszialen Verspannungen (oder Überdehnungen) entlang der gesamten Leitbahn mit in das therapeutische Konzept einbezogen werden, muss es notwendiger Weise bald wieder zu den alten Beschwerden kommen. Ja, Sie haben richtig verstanden. Für einen dauerhaften Erfolg ist es notwendig, dass die bisherige Haltung grundlegend geändert wird. Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Durch die Lösung des verspannten Bindegewebes und das Zusammenschieben der überdehnten Muskeln durch unsere Therapie, reguliert der Körper sich selbst in die für ihn optimale Position (ohne Operation). Das Ergebnis ist, dass sich Beinformen erheblich verändern, dass Knochen (auch Wirbelkörper) sich ohne Gewalt verschieben oder drehen und dass die Persönlichkeit und die Gesamterscheinung immer positiv verändert wird. Die eigene, von der Statur bestimmte, vorgesehene Haltung passt immer. Die Auswirkungen auf innere Organe abzuhandeln, auf Atmung und Verdauungstrakt, auf die Beckenorgane, auf Herz und Psyche (Depression), würde den Rahmen hier sprengen.

Es ist Zeit, generell unser Verhältnis zum Phänomen chronischer Schmerz zu überdenken. Wir nehmen es als schicksalhaft hin, dass die Statistik so viele Personen aufweist, die permanent unter Schmerzen leiden. Wir haben uns daran gewöhnt, die vielen verschiedenen Schmerzformen als eigene Krankheiten zu sehen und akzeptieren für die Behandlung jede dieser Krankheiten einen eigenen Spezialisten. Wir machen aber auch jeden Tag die Erfahrung, dass eigentlich nur zwei Formen von Therapie von der Schulmedizin angeboten werden, unspezifische Schmerzmittel oder Gewebe verändernde Operationen. Beides hat die Zahl der Schmerzpatienten nur unwesentlich verändert.

Noch eine Bemerkung zum sogenannten Schmerzgedächtnis. Wenn es dieses Phänomen wirklich geben sollte, so ist es sehr selten und hat mit Fehlprogrammierung und Irritation benachbarter Regionen im Gehirn zu tun. Der normale chronische Schmerz ist in dem Moment weg, in dem die Rezeptoren entspannt sind, auch wenn er 10 Jahre vorher immer da war. Das Leben ohne Schmerz ist so selbstverständlich, dass Patienten gar nicht bewusst registrieren, wenn kein Schmerz mehr da ist. Erst die direkte Frage führt zu der überraschenden Antwort: "Tatsächlich, der Schmerz ist weg".