Die Alternative Schmerztherapie Dr. Jörg Stuckensen

Anleitung zu Selbsttherapie   

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48 Stunden vorher nicht stornierte Termine werden in Rechnung gestellt.  

Privatpraxis, keine kantonale Bewilligung 

 

Hier geht es nur um Chronische Schmerzen im Bewegungsapparat

(Ein akuter Ischias-Anfall gehört auch dazu, da die eigentliche Ursache schon lange zurückliegt)

These: Alle diese Schmerzen sind das Resultat von Verspannungen

Schäden an Knochen, Gelenken oder Nerven, die dann häufig operativ versorgt werden müssen (wie von der klassischen Medizin postuliert) sind äußerst selten.
Allerdings:
Meine neue Interpretation erfordert ein (radikales) Umdenken.
Die Ihnen bisher selbstverständlichen Ursachen und Zusammenhänge Ihrer Erkrankung, selbst die Diagnosen müssen Sie aufgeben, weil diese Sicht veraltet ist und weiß Gott zu wenig gute Resultate hervorbringt.
Einige der hier veröffentlichen modernen Erkenntnisse werden Ihnen zunächst fremd vorkommen.
Aber ein Großteil meiner Patienten hat intuitiv eine ähnliche Vorstellung in dieser Richtung entwickelt und versucht selbst in Ermangelung an Hilfe die entsprechenden Lösungen (Übungen) zu finden. Leider fehlen immer ein paar wichtige Information, um die richtige Entscheidung zu treffen. Es ist aber auch wirklich nicht ganz so einfach.
Hier bekommen Sie in kurzer Zeit das Wissen und die Technik Ihre Probleme leicht selbst zu lösen, ohne das Wandern von Arzt zu Arzt, ohne aufwändige Diagnostik und ohne Medikamente und Operationen.

Meine Methode ist deswegen so erfolgreich, weil praktisch im Prinzip nur Ihre Haltung verändert wird und damit die Verspannungen gelöst werden.

Der Knüller aber ist: das ganze beruht auf einem Reflex und der funktioniert eigentlich immer.
Aber zuerst die Grundlagen, die Sie unbedingt wissen müssen.
Sollten Sie nur eines dieser Gesetze (Voraussetzungen) nicht beachten, so werden Sie automatisch einen falschen Schluss ziehen und dementsprechend auch falsch handeln.
Fast alle diese Regeln werden in der klassischen Medizin nicht beachtet. In der Paramedizin finden sich regelmäßig vernünftige Ansätze, die aber wichtige Faktoren auslassen und deswegen, wenn überhaupt, nur vorübergehenden Erfolg haben. Das bedeutet, Millionen Patienten werden jedenTag mit immensen Kosten fragwürdig behandelt.
Bei allen Therapeuten, die chronische Schmerzen im Bewegungsapparat behandeln, ist die Vermutung nicht ganz auszuschließen, Ihre regelmäßigen Besuche als Patient sind hoch willkommen, solange Sie leben. Keiner scheint sonderlich interessiert daran zu sein, seine Patienten endgültig zu „heilen“.

Sie haben keine furchtbare, mit dem Alter zunehmende “Erkrankung“, sondern lediglich ein paar unbequeme Verspannungen.

Ziel meiner Methode ist es, Ihnen als betroffene Person Ihre Schwachstellen bewusst zu machen, damit Sie Ihre Dysbalance vermeiden können und Ihnen die Tricks und Techniken zu vermitteln, die Ihnen weiterhin in der Zukunft ein schmerzloses Leben sichern.
Grundlagen, ohne die geht es nicht: Die sind wichtig, sonst geht alles schief

Die vier ehernen Gesetze bei Chronischen Schmerzen

  1. Jeder Muskel verkürzt sich durch Inaktivität oder gleichförmige Bewegung

  2. Einen einzigen, isolierten Muskel gibt es nicht. Die Gegenspieler sind genau so wichtig, immer gehören zwei Muskel-Sehnen-Bahn (also Agonist und Antagonist) zusammen

  3. Die vorderen Muskeln sind immer die stärkeren, sie sind die Chefs (Flektionsseite) 

  4. Der überdehnte (verlängerte) Muskel schmerzt [hinten], der verkürzte schmerzt nie [vorne]

 

Jeder Muskel verkürzt sich durch Inaktivität oder gleichförmige Bewegung

Der Muskel und die Sehne oder genauer gesagt die Faszie eines Muskels

muss sich verkürzen

A. Bei längerer Ruhe (Inaktivität)

In ausgeprägter Form kennen wir das alle. Nach dem Entfernen eines Gipsverbandes sind die Muskeln darunter geschrumpft und die Gelenke lassen sich kaum noch bewegen, weil alle Sehnen verkürzt sind.

Weniger bewusst ist uns dieser Effekt, wenn die Verkürzung sehr langsam vonstatten geht. Hier sind wir schon bei einem Hauptproblem unsere Zivilisation. Der Prozess geht so langsam vor sich, dass wir uns dessen gar nicht bewusst sind und diesen Effekt gar nicht bemerken. Wir verändern uns so langsam und zudem noch alle gemeinsam in ähnlicher Weise, sodass wir den Wandel als normalen Alterungsprozess ansehen. Selbst wenn wir wirklich darunter leiden, d.h. Schmerzen haben und uns nicht mehr richtig bewegen können, werden wir die eigentliche Ursache nur selten in Betracht ziehen, nämlich die Änderung unserer Haltung.

Dafür verantwortlich ist hauptsächlich bei fast allen Menschen in unseren Kulturkreis der vordere, innere Lendenmuskel (Hüftbeuger). Unserer Angewohnheit, einen Großteil unseres Lebens im Sitzen zu verbringen besorgt dafür, dass viele Stunden während des Tages und auch in der Nacht (Embryonalstellung) dieser Muskel völlig ohne Spannung bleibt und schlaff, wie er dann ist, Zeit hat, sich immer mehr zu verkürzen. Das fängt im fünfen bis sechsten Lebensjahr schon mit der Schule an und bis ins Altersheim wird sich dieses Verhalten kaum noch verändern.

Andere Muskelgruppen sind davon natürlich auch betroffen, wie zum Beispiel die Schultermuskulatur oder die Muskeln der Wade. Alle Fußprobleme sind praktisch Folge einer allgemeinen Sehnenverkürzung.

B. Bei einseitiger, gleichförmiger Belastung

Unser Körper funktioniert immer noch wie die der Jäger und Sammler vor 40.000 Jahren. Wer sich nicht bewegen konnte, musste verhungern. Die Lebensumstände verlangten jeden Tag eine Vielfalt von ausgeklügelten Positionen und Bewegungen. Man musste sich bücken, um eine Wurzel auszugraben, danach hoch recken, um eine Frucht vom Baum zu holen, musste sich laufend umsehen und drehen, um eine Gefahr zu erkennen, hat Holz getragen, Steine geworfen oder Speere geschleudert. Komplexe Bewegungen haben dafür gesorgt, das die Faszien nach allen Seiten regelmässig belastet wurden. Verspannungen wurden gegenseitig aufgehoben.

Mit der Sesshaftigkeit kam auch die Arbeitsteilung. Eintönige, immer gleiche Bewegungen und Spezialisierung haben die Produktion gesteigert. Der eine musste den ganzen Tag einen Pflug schieben, in einer späteren Epoche ein anderer den ganzen Tag am Webstuhl sitzen. Der moderne Mensch hat es mit allem viel leichter, sitzt am Computer, seine Bewegungen sind minimal und nicht sehr anstrengend. Aber der Mechanismus ist gleich, die Bewegungen wiederholen sich und sie sind ziemlich einseitig. Resultat bei uns: Nackenverspannungen und Maushand.

Wer den gefühlten Mangel an Bewegung durch Sport ausgleichen möchte, kommt vom Regen in die Traufe. Vor allem die männlichen Sportarten sind ziemlich einseitig und führen früher oder später zu einer Verkürzung meist der vorderen Beugemuskulatur. Männliche Sportarten üben im Prinzip das alte Kriegshandwerk. Man erkennt sie daran, dass das Ziel ein Sieg ist, der Feind nieder gekämpft wird, Spiele und Pokale gewonnen werden, der Gegner ausgeschaltet wird und eine Trophäe mit nach Hause gebracht wird, besonders bei Mannschaftssportarten. Generell führen also alle diese Sportarten zur Verspannung, mehr oder weniger.

Deswegen ist die sofortige, richtige Entspannung unmittelbar nach jeder sportlichen Betätigung so wichtig.

Bei weiblichen Sportarten kommt es weniger zu solchen Verspannungen (z.B. Yoga, Pilates, Tai chi, Tanz). Hier geht es nicht in erster Linie um einen Leistungsvergleich und Competition, sondern um Beweglichkeit, ausgeglichene Bewegung, Geschmeidigkeit, Anmut, Ästhetik und Harmonie. Wieder ein Beispiel das zeigt, eine stärkere ins weibliche gehende Ausrichtung (hier im Sport) könnte in dieser noch mehrheitlich männlich dominierten Welt nicht schaden.

Vor allen Dingen im Alter nicht (jedenfalls was Gymnastik und Sport betrifft.

2. Einen einzigen, isolierten Muskel gibt es nicht. Er braucht mindestens einen Gegenspieler. In Aktion sind es immer komplexe Muskelsysteme oder Muskel-Sehnen-Faszien-Bahnen (Agonisten und Antagonisten agieren immer gemeinsam)

Alle Muskeln auf dieser Welt sind so konstruiert, dass sie nur eine einzige Bewegung machen können, nämlich sich verkürzen in eine Richtung. Das reicht aber nicht. Damit kann man sich nicht fortbewegen. Einen Gegenmuskel ist notwendig, der genau in die entgegengesetzte Richtung zieht.

Nun ist der Körper keine Dampfmaschine wo nur ein hin und her gefragt ist. Die harmonischen und ästhetisch anmutigen Bewegungen, die wir machen können (im Gegensatz zu einem steifen und tapsig wirkenden Roboter) sind sehr komplex und verlangen den Einsatz von verschiedenen, differenzierten Muskelgruppen.

Aber es braucht auch vor allen Dingen ein über Nerven gesteuertes intelligentes Regelsystem, was komplexe Bewegungen erst möglich macht. So bilden die sich gegenüberliegenden Muskelgruppen immer eine Einheit. Nehmen wir an, Sie wollen eine Tasse Kaffee trinken. Ein alltäglicher, scheinbar einfacher Vorgang. Es reicht nicht, dass Sie den Bizeps verkürzen. Eine kurvenförmige Bewegung des Unterarms braucht nicht allein den Gegenmuskel, hier den Trizeps, sondern ein ganzes Konzert von fein aufeinander abgestimmten Muskeln. Beteiligt sind über 40 verschiedene Muskeln mit den unterschiedlichsten Vektoren. Jeder besteht aus Myofibrillen, den kleinsten Muskeleinheiten. Die werden in Gruppen zusammengeschaltet und werden in Bruchteilen von Sekunden durch Nerven angesteuert. Beide Seiten arbeiten jetzt gemeinsam. Die einen ziehen sich langsam zusammen und in gleichem Maße müssen die anderen nachgeben.

Um eine einzige kleine Bewegung durchführen zu können, müssen unzählige Telefonate zwischen den verschiedenen Muskelfasern geführt werden. Die auf der eigenen Seite müssen miteinander klar kommen ebenso mit dem Gegenspieler. Die gegenseitige Kommunikation muss einfach reibungslos klappen. Auch das muss trainiert werden und verlangt dauernde Übung. Für jede komplexere Bewegungen gibt es ein eigenes Programm, was auch immer wieder aufgefrischt und angepasst werden muss.

Es sei aber auch noch auf folgendes hingewiesen. Durch das Wechselspiel von Agonisten und Antagonisten kommt es zu Gewichtsverlagerung und Spannungsunterschieden während der Bewegung auch in anderen Teilen des Körpers, die entsprechend durch weitere Fasziensysteme ausgeglichen werden müssen.

Dieses Abhängigkeitsverhältnis hat einen entscheidenden Einfluss, wenn wir Muskeln trainieren wollen. In einem Bodybuilding Studio wird einem anhand der Apparate suggeriert, man trainiere einzelne Muskelgruppen, zum Beispiel die Bauchmuskulatur oder die Rückenmuskeln. Die Sache ist aber komplexer. Jedes Mal wenn wir die eine Seite trainieren, bekommt die andere Seite auch einen Impuls und wird ihrerseits so viel mit trainieren, dass ein ungefähres Gleichgewicht erhalten bleibt. Wäre das nicht der Fall, hätten wir alle irgendwo eine einseitig verkürzte Muskulatur und würden ziemlich verschoben und wohl auch kaum beweglich herumlaufen.

Könnten wir zum Beispiel isoliert unseren Bizeps alleine trainieren, dann würde sich dieser bei fortlaufendem Training immer mehr verkürzen mit dem Resultat, dass schlussendlich die Hände oder Fäuste in der Nähe der Schulter fixiert wären und wir kaum noch unsere Hände gebrauchen könnten. Eine nicht gerade begehrenswerte Haltung.

Das alles ist für eine Therapie von entscheidender Bedeutung, wenn es um Verspannung geht.

Immer dann müssen beide Muskelsysteme behandelt werden.

3. Die vorderen Muskeln sind immer die stärkeren, sie sind die Chefs (Flektionsseite)

Das ist auf den ersten Blick nicht ganz einleuchtend. Die dicken breiten Muskeln des Rückens scheinen doch zweifellos stärker zu sein. Das ist aber nicht der Fall.

Sonderentwicklung beim Menschen

Für die Erklärung müssen wir wenig zurückgehen in der Menschheitsgeschichte. Zu dem Moment wo sich der Mensch entschlossen hat, aufrecht zu stehen. Warum er das gemacht hat, wissen wir heute nicht so genau. Aber es hat sicher etwas damit zu tun mit dem permanent erweiterten Horizont in der Savanne und auch mit den Fähigkeiten, die unser Urahn inzwischen ausgebildet hat. Eine kleine Geschichte mag dies verdeutlichen.

"Als sich Bakr (unser Ahn) aufrichtete, um über die Gräser und Tiere der Savanne den Horizont abzusuchen (inzwischen saß der Kopf schon waagerecht auf der senkrechten Halswirbelsäule, er hatte also keine Probleme mit der Sicht) und das die Tiere sahen, konnten sie sich vor Lachen nicht halten. Was für eine komische Figur stand da vor Ihnen? Nackt, ohne Fell und wie stand er da? Auf den Hinterbeinen. Völlig wehrlos. Alle wichtigen Organe, die es zu schützen galt, lagen offen zu Tage. Von den Genitalien, über die Eingeweide dann das Herz und auch noch der Hals, völlig frei und offen, also jedem Angriff ausgeliefert. Eine leichte Beute!?"

Die zweischneidige Waffe

Aber da haben sich die potenziellen Feinde gewaltig geirrt. Eine völlig neue, geniale Konstruktion war entstanden, die man von außen auf den ersten Blick nicht so erkennen konnte (und deren Bedeutung wir uns heute auch nicht so bewusst sind).

Richtig, die vordere Bauchmuskulatur ist dünn und weich. Aber sie hat es in sich. Versuchen Sie einmal einen Profi Boxer ins Gesicht zu hauen. Das wird Ihnen nicht gelingen, da er viel zu schnell Angriffen ausweichen kann. Das ist das Geheimnis der Muskulatur, die sich übrigens unter dem Mikroskop von der Rückenmuskulatur kaum unterscheidet. Perfekte aktive Verteidigung nennt man so etwas, nicht durch panzerartige Härte, sondern durch Beweglichkeit. Aber der Knüller kommt noch. Der Mensch ist in der Lage, gleichzeitig in der Verteidigung auch anzugreifen. Mit einer Waffe (Messer, Schwert, Stein, Stock) oder auch einfach so mit bloßen Händen und der Faust. Also Angriff und Verteidigung in einem. Mit der richtigen Strategie und einigem Training haben Tiere keine Chance.

Muskeln mit unterschiedlichen Rollen

Es kommt also nicht auf die Dicke oder Stärke der Muskulatur an sondern auf deren neurologische Verknüpfung. Was kann man alles damit machen? Worin liegt die Funktion? Eine wesentliche Frage, die man bei jedem Muskel, den man behandelt (oder behandeln lässt) auch stellen sollte. Wenn wir unter diesem Gesichtspunkt näher die vordere und hintere Muskulatur betrachten, sehen wir auch schon makroskopisch die Unterschiede.

Die vordere Bauchmuskulatur ist waagerecht unterteilt auf jeder Seite mit in etwa viereckigen dünnen Muskelpaketen, die ein wenig an unsere blauen Tiefkühl-Pads erinnern. Die Amerikaner nennen die Gesamterscheinung Six-Packs (genau genommen sind es acht, aber man sieht nur sechs), wir sprechen lieber von einem Waschbrettbauch. Diese einzelnen Muskelpakete können unabhängig voneinander ihre Seite nach vorne ziehen oder einrollen und sind die Hauptakteure vorne mit den seitlichen Bauchmuskeln.

Die Rückenmuskulatur besteht aus unterschiedlichen langen senkrecht verlaufenen Muskelsträngen, die vom Becken und von den seitlichem Wirbelfortsätzen nach oben zu den Rippen ziehen und nur sehr träge reagieren. Sie sind gutmütig und vertragen viel. Wenn einer von den Muskelsträngen wegen einer Verletzung ausfällt, kann das ohne Probleme kompensiert werden. So eine Art Schildkrötenpanzer, der immer dann uns zu Gute kommt, wenn wir nicht fliehen können und wir uns schützen müssen.

Der Irrweg der Rückenzentren und der Fachleute

Die vorderen Bauchmuskeln sind also enorm wichtig und müssen auch weiter ihre Funktion beibehalten können. Wenn jetzt die Rückenmuskulatur gestärkt werden soll, weil Rückenschmerzen aufgetreten sind und weil schon die äußere Haltung bei genauem Hinsehen verrät "der Druck nach vorne ist zu stark. Wir müssen unbedingt mehr in die Rückenlage“ (wie es in jungen Jahren ohne weiteres möglich war), dann ist das oberflächlich gesehen durchaus logisch.

Wenn, ja wenn man nicht weiss oder vergessen hat (was beides bei Profis nicht sein sollte), dass die vordere Muskulatur immer der Chef bleibt, also stärker ist und den Ton angibt. Denn das Rückentraining ist sinnlos und führt nur noch weiter in die Schmerzen- und Unbeweglichkeitsfalle. Verwirrend ist dabei, dass man die Falle nicht sofort am eigenen Körper merkt. Ja, nach den ersten Wochen Training fühlt man sich besser und manchmal auch vom Schmerz befreit. Bei weiterer Muskelbelastung (Training) kommt dann aber der Punkt, an dem man pausieren muss und weiter gezwungen wird darauf zu warten, das alles wieder besser wird.

Was ist passiert? Die Rückenmuskeln werden in der Tat durch die Übungen brav trainiert, Das ist richtig. Aber diese inzwischen ziemlich überdehnte Muskulatur kann sich nicht mehr, wie die Jahrzehnte davor, nach hinten ziehen. Es wird ihr einfach nicht gestattet. Obwohl sie Knoten bildet, um die Myofibrillen wieder zu verkürzen. Die werden ja dann als schmerzhafte Triggerpunkte von eifrigen Therapeuten mit allen möglichen Tricks glatt gemacht. Eine Sisyphusarbeit, denn die Faszie fängt sofort wieder an zu knoten.

Die vordere Muskulatur hat sich das ganze ungerührt angesehen. Sobald sie aber merkt, dass sie im Vergleich zur hinteren schlechter abschneidet, wird sie alles daran setzen, das wieder auszugleichen. Sie ist schliesslich der Chef. Ohne dass Sie selbst irgendetwas bewusst beeinflussen können, ohne dass Sie irgendwelche SitUps oder dergleichen machen, wird mit dem Aufbau begonnen. Diese Muskeln trainieren also ohne direkten Reiz oder Input alleine, auch während der Nacht. Es dauert also immer ein wenig bis diese Gegenreaktion einsetzt. Dafür aber umso konsequenter. Das Ergebnis ist dann wieder im Rücken zu spüren. Denn wie in einem Schraubstock wird die ganze Rückenkonstruktion fester und fester von der vorderen und hinteren Muskulatur weiter zusammengeschoben. Wird jetzt eine Röntgenaufnahme gemacht, kann man Zwischenwirbelscheiben in einem Bild sehen, die wie ein Schwamm ein wenig zusammengedrückt sind. Noch dramatischer sieht ein nach vorne geschobenen Gleitwirbel aus. Nimmt man die Spannung aus der Wirbelsäule heraus (manuell oder mit Hypnose, dauert ein paar Minuten), dann füllt sich die Bandscheiben sofort wieder auf, die Schmerzen sind weg, der Patient ist gewachsen (hat sich gesteckt) und von einem Gleitwirbel ist nichts mehr zu sehen. Aber wie lange? Am nächsten Tag ist wieder alles beim alten. Die Ursache, der Schraubstock, der die Wirbelsäule zusammen gedrückt hat, ist wieder da.

Lösung: wer keine Operation möchte, sollte durch Übungen dauerhaft die Spannung aus der Wirbelsäule nehmen. Gar nicht so kompliziert.

Aufklärung nötig

Gerade die Vorstellung von dem starken Rücken, "der keinen Schmerz kennt", macht alles schlimmer und zwar besonders bei der Gruppe von Leistungsträgern zwischen 30 und 55 Jahren, die besonders aufmerksam für sich sorgen und Wert darauf legen, ihren Körper in Schuss zu halten.

Es könnte so einfach sein. Wenn man den Mechanismus verstanden hat, geht es lediglich darum, die beiden Muskelgruppen wieder in eine Balance zu bekommen. Die vordere muss verlängert und die hintere verkürzt werden. Das dauert in etwa 8-12 Wochen in denen man pausiert und die Muskeln in Ruhe lassen muss. Danach kann man so viel Sport und Muskelaufbau betreiben wie man möchte und zwar, wenn man es verstanden hat und richtig macht, bis zum Ende aller Tage.

4. Der überdehnte (verlängerte) Muskel schmerzt, der verkürzte schmerzt nie

Es ist schon merkwürdig, dass wir von den vorderen, verspannten Muskeln so wenig spüren. Wenn wir etwas merken, dann ist es nicht die Verkürzung oder Verspannung. Beim inneren Lendenmuskel (Hüftbeuger) kann manchmal die verkürzte Sehne in der Leiste spannen oder sie scheuert auf der Hüftgelenkskapsel und macht dann Schmerzen seitlich über dem Hüftgelenk. Ein anderes Beispiel. Im Bereich des Brustkorbes findet man gelegentlich Muskeln, die auf den Rippen kleben (durch Inaktivität). Dadurch sind sie in der Bewegung eingeschränkt und schmerzen bei Belastung. Sonst ist alles ruhig und unauffällig.

Der zusammengezogene, verspannte Muskel schmerzt nicht. überzeugen Sie sich selbst. Drücken Sie so fest und solange Sie können einen Gummiball oder ein Radiergummi in Ihrer Faust. Sie werden müde, aber es tut nicht weh.

Für das Gegenteil, der Streckung des Muskel-Sehnen-Apparates gibt es ein Beispiel, eine Szene, die man sich zudem gut merken kann. Es spielt in einer mittelalterlichen Folterkammer. Die einfachste Methode, einen Delinquenten zu einer Aussage zu zwingen, war das Strecken der Extremitäten und diese Methode war auch ziemlich erfolgreich. Können Sie sich vorstellen, dass ein Opfer darum gebeten hat oder damit einverstanden war, ihn oder sie weiter auseinander zu ziehen, um die Schmerzen zu lindern? Eine groteske Frage, meinen Sie? Wohl kaum. Denn schliesslich machen Millionen Schmerzgeplagte genau das jeden Tag oder lassen das von ihren Therapeuten machen. Die hintere, schmerzende Muskulatur wird auseinander gezogen (weil man eben spürt, sie ist verspannt). Aber Sie haben ja bisher diesen Zusammenhang nicht gewusst.

Es ist auch ziemlich verwirrend.

Vielleicht steckt ein semantisches (sprachliches) Missverständnis hinter der allgemeinen Fehldeutung. Unter einem verspannten Muskel werden sich die meisten Menschen einen zusammengezogenen, kontrahierten, verkürzten Muskel vorstellen. Die Lösung für dieses Problem ist vordergründig simpel. Man muss einfach, den Muskel auseinander ziehen, um ihn zu entspannen. Nun hat irgendeiner, der Teufel vielleicht, es so eingerichtet, dass nur die schon überdehnten Muskeln jedem Betroffenen eindeutig das Gefühl geben, diese seien (verkürzt) verspannt. Die Konsequenz ist unausweichlich. Zur Erlösung müssen diese Muskeln offensichtlich gedehnt werden. Das heisst walken, schröpfen und auseinander ziehen. Daher also die frustranen und vergeblichen Bemühungen, die nur vorübergehend ein bisschen Linderung versprechen und folgerichtig bei Medikamentenkonsum und oft auch im OP-Saal enden.

Ein bisschen Umdenken führt zu der richtigen Lösung aus der Schmerzfalle.

Gleichzeitig den vorderen Muskel dehnen (verlängern) und den hinteren verkürzen, also schrumpfen lassen.

Auf die Balance kommt es an, wie so oft im Leben.

 
 
Der neue Weg, Fasziendehnung

Fühlen Sie sich auch mit Ihren chronischen Schmerzen alleine gelassen und suchen Sie mehr oder minder resigniert nach einer Lösung Ihrer Probleme? Wie viele Spezialisten haben Sie schon aufgesucht und es hat sich praktisch nichts verbessert?

Dann folgen Sie einfach mal der hier vorgestellten neuen Sicht. Diese neue Theorie hat sich Schritt für Schritt aus der täglichen Praxis für Schmerztherapie entwickelt. Aller Ballast ist inzwischen abgefallen. Als Wirkung ist geblieben die „Fasziendehnung“. Sie beruht auf einem bedingten Reflex, der wie ein Reset-Knopf alles wieder auf Null stellt. Und das Beste daran ist, die wesentlichen Dinge können (müssen Sie) zuhause selbst machen. Nur sie alleine können etwas Wesentliches an sich verändern. So einfach ist das.

Worum geht es?

Alle chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates haben nur eine Ursache, die Dysbalance der füreinander verantwortlichen, sich gegenüber stehenden Muskeln-Sehnen-Faszien-Bahnen. Die Behandlung (Lösung des Problems) beruht auf einem körpereigenen Reflex, muss also immer klappen. Um die Wirkung zu verstehen und die Lösung selbst in die Hand nehmen zu können, müssen Sie ein wenig umdenken. Einige Erkenntnisse, Begriffe und Zusammenhänge werden für Sie neu sein.

Kernaussage der Behandlung

Wir verbringen alle viel zu lange in einer Sitzhaltung und bewegen uns in gleichförmigen Takt bei Arbeit und Sport. Dadurch verkürzt sich die vordere Seite mit Faszien und Muskulatur (Täter), Die Rückseite muss entsprechend auseinandergezogen und gedehnt werden. Und das schmerzt (Opfer). Werden beide Seiten gleichzeitig mit bestimmten Techniken behandelt, verschwindet der Schmerz ziemlich schnell. Das kann und soll der Betroffene weitgehend selbst machen. Über Myofasziale Bahnen, die wie Marionettenfäden wirken, lässt sich die Haltung nachhaltig verändern und so können die chronischen Schmerzen für immer beseitigt werden. Das geht, wenn Sie die erneute Verspannung Ihrer Schwachstellen durch bestimmte Übungen vermeiden.

Es macht keinen Sinn mehr, wie bisher, so lange mit einer Therapie zu warten bis ein Schaden eingetreten ist, bis Gelenke oder Knochen abgenutzt sind, um dann zu operieren oder etwas zu ersetzen. Beim ersten Auftreten von Schmerzen muss gehandelt werden. Schmerz ist das Zeichen für Disharmonie, für Spannung in gegenüber liegenden Muskelsystemen. Eine Seite ist verkürzt, die andere gestreckt und überdehnt. Diese Differenz kann Ihr Körper ab einem bestimmten Punkt nicht mehr alleine ausgleichen. Sie müssen ihm helfen, aus der Falle wieder herauszukommen.

Wer kommt infrage?

Diese Seiten wenden sich an den modernen, selbstbewussten, aufgeklärten Bürger, der verstanden hat, dass Verspannungen seine Schmerzen verursachen, an den Körperbewussten, der trotz Stärkung der Muskulatur und Gymnastik wieder mehr Schmerzen bekommt und an den Sportler, dessen Leistungen trotz intensiven Trainings abnimmt.

Den grössten positiven Effekt können die Verzweifelten erwarten, die schon alles versucht haben und die jetzt eine Alternative zur Operation suchen. Auch alle, meist älteren Leute, die merken, wie sie langsam unbeweglich werden, die beim Laufen schnell ermüden und die keine normalen Schuhe mehr tragen können, alle die werden deutlich profitieren.

Leben Sie nicht länger im Mittelalter

Wenn Sie sich bildhaft grausame Schmerzen vorstellen, haben Sie dann nicht unwillkürlich eine mittelalterliche Folterkammer vor Augen? Eine der beliebtesten und offensichtlich auch einfachsten Methoden ein Geständnis zu erpressen (das wollte man meistens) war, das Opfer einfach in die Länge zu ziehen. Die auseinander gezogenen Muskeln, Sehnen und Gelenkkapseln haben höllische Qualen verursacht. Die einzige sinnvolle Möglichkeit, dieser Folter sofort ein Ende zu bereiten, bestand darin, nicht mehr zu ziehen, sondern sofort loszulasse.

Die heutige Situation ist ziemlich identisch. Das geschundene Gewebe (meistens am Rücken) wird auseinandergezogen, und schmerzt genau so lange, wie die Überdehnung anhält (manchmal Jahrzehnte). Würden Sie nicht über ein damaliges Opfer den Kopf schütteln, das Ärzte und Apotheker bittet um Schmerztabletten, Kortisonspritzen, Rheumapflastern, Salben oder sonstigen Hilfsmitteln, um von den Schmerzen loszukommen? Und doch verhalten sich die meisten Menschen ähnlich in unserer ach so modernen Zeit. 

 


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Spinal-Balance durch Faszien-Therapie

Die meisten meiner Patienten, die täglich zu mir in die Sprechstunde kommen, betonen, sie seien ziemlich sicher, dass ihre Beschwerden lediglich von einer Verspannung herrühren. Sie spüren das direkt und können dies auch mit deutlichen Gesten demonstrieren, die die Lokalisation und auch den Grad des verhärteten Gewebes anschaulich machen.

 

Auf meine Frage, was sie denn so sicher macht, antworten sie fast empört: „ den Grad der Verspannung kann ich spüren. Wenn das Gewebe hier härter ist, habe ich auch mehr Schmerzen. Und wenn etwas wirklich kaputt wäre, wie erklären sie sich dann die immer wieder auftretenden ein oder zwei Tage, an denen ich überhaupt keine Schmerzen habe? Außerdem sieht man auch nichts konkretes auf dem Röntgen Bild und dem Computertomogramm.

 

Ich bin dann jedes mal froh um diese Einsicht, denn das erspart mir diese lange Erklärung.

Eine moderne Sicht sieht die Ursache von Schmerzen in der Verspannung von Faszien-, Sehnen- und Muskelapparat

 

Mit dem zunehmenden Wissen über myofasziale Belastungsstrassen, dem Verstehen des Tensegrity Effektes und der Erkenntnis, dass die Faszie ein eigenes, komplexes, intelligentes System darstellt, muss man die Probleme des Bewegungsapparates aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Es geht um Faszien, Muskeln und Sehnen, die Elemente, die die Bewegung erzeugen, die damit unsere Form bestimmen und nach denen sich die Knochen ausrichten. (Sehen Sie im Stehen welch unterschiedliche Winkel Ihre beiden Füsse haben?) Daneben gilt es zu beachten, dass auch durch unsere moderne Lebensart Verspannungen und Dysbalancen begünstigt werden, die der Körper alleine nicht mehr korrigieren kann. Das alles verlangt völlig neue Überlegungen.

Die Verlagerung der Sicht auf die Faszie hat zwangsläufig eine Therapie hervorgebracht, die in ihrem Ergebnis eigentlich diametral das Gegenteil verlangt von dem, wie wir seit 100 Jahren behandelt haben. Darin besteht unser eigentliches Problem, wir können uns nicht so schnell perfekt umstellen.

Es geht aber nicht darum, welche Theorie nun die richtige ist. Allein entscheidend ist die Tatsache, wie schnell Ihre Schmerzen weg sind und wie gut Sie sich wieder bewegen können. Als Erfolg zählt auch, wenn Sie keine Medikamente mehr nehmen müssen und eine Operation überflüssig wird. Das wichtigste aber ist ein nachhaltiges Resultat. (Über die kaum vergleichbaren Kosten mag an anderer Stelle diskutiert werden)

Unser aller Problem

Genau in unserer Mitte liegt das Problem. Genau da, wo die bewegliche untere und die unbewegliche obere Hälfte unseres Körpers zusammengestossen, zwischen Becken und Brustkorb, im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Wer hier nicht beweglich ist, wird früher oder später Probleme bekommen, die sich als erstes wohl in Schmerzen äussern werden. Das ist auf den ersten Blick gar nicht offensichtlich und logisch. Wenn wir aber die Kausalkette der Veränderungen an Glieder und Gelenken und der damit verbundenen Schmerzen immer weiter zurückverfolgen, dann kommen wir bei allen Problemen zu dem Schluss, hier, am unteren Teil der Wirbelsäule liegt die primäre Ursache, auch, wenn wir zunächst nicht glauben können, dass das auch für Füsse, Arme, Hände und Kopf zutrifft.

Spinal-Balance geht nur mit ausreichender Beweglichkeit


Die mangelnde Beweglichkeit kommt von einer Spinalen Dysbalance, einer Versteifung und Verhärtung der Wirbelsäulenfaszie. Das Resultat kann man auch von weitem an der Haltung erkennen. Verantwortlich für diese Haltungsverzerrung sind die bindegewebigen Faszien, die in Verbindung mit Muskeln und Sehnen Spannungsstrassen gebildet haben, die entweder verkürzt oder überdehnt sind. Auslöser hierfür kann sein ein Unfall mit anschliessend langer Schonzeit, eine länger dauernde falsche Belastung, zum Beispiel durch Tragen eines Kindes auf der Hüfte oder die übermässige Beanspruchung wie bei diversen Sportarten. Dabei ist es egal, ob es sich um grosse, mächtige Bahnen handelt oder um kleine, isolierte Muskeln. Das Prinzip ist immer dasselbe. Jeder von uns ist ausserdem dadurch gehandicapt, dass wir ¾ unseres Lebens im Sitzen verbringen.

Dehnen oder Schrumpfen durch Faszien Reset Technik

Aufgrund dieser Erkenntnis konnten wir ein System entwickeln, das ausserordentlich gute Erfolge aufweist. Das ist insoweit nicht überraschend, weil die Grundlage und Wirkung auf einem einfachen Reflex basiert, sowohl bei Diagnostik als auch in der Therapie. Grundlage zum Verständnis ist das Wissen um das konsequente Verhalten der jeweils gegenüberliegenden Muskeln. Diese sind immer miteinander verbunden, stehen laufend in Kommunikation und reagieren dauernd aufeinander. Dass verspannte Muskeln gedehnt werden sollen, ist jedem irgendwie klar, aber wie man mit dem verkürzten Bereich umgeht und auf welche Weise der überdehnte Teil behandelt werden muss und in welcher Reihenfolge das geschehen soll, darüber besteht bei Laien (und auch bei vielen Therapeuten) nur eine diffuse Vorstellung. Wer‘s aber nicht exakt richtig macht, wird den gegenteiligen Effekt erreichen, erneute oder verstärkte Verspannung erleben oder einfach keinen Erfolg haben. Deswegen macht es nur wenig Sinn, einfach drauflos zu dehnen. Manchmal ist also eine plastische Verformung (Verlängerung) das Ziel, manchmal brauchen wir nur das System wieder in seinem ursprünglichen Zustand. (Reset).

 

Aufgrund der Haltungsanalyse ein schmerzfreies Leben

Besonders stolz sind wir hierauf:

Wir haben eine Möglichkeit gefunden, den Körper so umzustellen, dass mit ein wenig Achtsamkeit (konsequente Beachtung der eigenen Schwachstellen) die Schmerzen nicht mehr auftauchen. Voraussetzung dazu ist, die Haltung so weit zu ändern, bis die Spinal-Balance nicht mehr gestört ist. Danach gilt es nur noch diesen Zustand aufrechtzuerhalten durch tägliche Übungen die nur Sekunden dauern und in den Alltag mit hineinfliessen.

Mit der Haltungsanalyse haben wir eine einfache Methode in der Hand, Dysbalancen sichtbar zu machen. Wir verstehen inzwischen auch die Technik, die myofaszialen Leitbahnen so zu beeinflussen, dass wir wie über Marionettenfäden eine andere Haltung einleiten können. Damit kann sich auch die Art zu gehen ändern mit dem Ergebnis, dass Knie und Füsse weniger belastet werden.

Wer seine Schwachstellen kennt und weiss, wie er sie schützen kann, wird also auf Dauer sein Schmerzproblem los sein.

Es werden neue Tragseile hergestellt

Die ganze Behandlung bewirkt an mehreren Stellen des Körpers einen Umbau. Der Anreiz zur Produktion von neuem Gewebe kann nur durch Druck (oder Zug) in Gang gehalten werden. Das bedeutet, der Patient muss seine Übungen selbst machen und er sollte sie mehrmals am Tag (4-6 mal) wiederholen. Nur so können neue Tragseile hergestellt werden.

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 Täglich muss ich per E-Mail oder Telefon einige immer wiederkehrende Fragen beantworten. Hier darauf vorsorglich einige Antworten:

·         Meine Methode wird meines Wissens nirgendwo so auf der Welt angewandt. Der einzige Weg, möglichst schnell und sicher seine Schmerzen los zu werden, ist nach Zürich zu kommen. Mit ein oder zwei Sitzungen sind die Grundlagen gelegt (das kann reichen, um die Schmerzen los zu sein) Mit 3-4 Sitzungen kann man im Allgemeinen das Problem lösen. (Wo gibt es das schon?) Für Kunden mit weiten Anfahrtswegen gibt es auch eine Power-Lösung.

·        Patienten, die schon am Rücken operiert wurden, sind wegen der Narbenbildung nur wenig im Nachteil. Versteifungen der Wirbelsäule mit Stahlschienen und Schrauben dagegen haben kaum eine Chance auf schnelle Änderung. Der Stahl blockiert den Erfolg (die Beweglichkeit).

·       Den meisten Patienten, die älter als 85 Jahre sind, fehlt das Durchhaltevermögen. Die Übungen und Behandlungen sind für sie unangenehm und schmerzhaft (wenigstens im Anfang). Der alte Körper reagiert zunehmend langsamer und es bedarf schon einer gewissen Konsequenz und eines eisernen Willens, da durchzuhalten. Dabei kommt es nicht auf das Passalter an, die Einstellung ist es.

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    Die Faszien-Therapie ist heutzutage in aller Munde (nicht jedoch in dem der Schulmedizin). In jeder Stadt gibt es Therapeuten, die eine „Faszien Therapie“ anbieten. Was damit gemeint ist, illustriert das nächste Bild. Einige der Therapeuten haben das Prinzip der Gegenmuskulatur schon verstanden und es gibt auch den einen oder anderen, der eine Dehnungstechnik ganz gut beherrscht. Das kann schon ein wenig helfen, ist aber nicht perfekt. Im nächsten Bild ist mit roten Balken durchstrichen, was meistens fehlt.

·       Manchmal fragen mich Patienten, die wegen der weiten Entfernung nicht kommen können (Australien, Island), nach welchen Kriterien Sie Ihren Arzt aussuchen sollen, welche Fragen geeignet sind, ein ähnliches Programm wie das unsere zu finden.

Die erste Frage an den Therapeuten müsste lauten, „Wo behandeln Sie meine Schmerzen?“. Rückenschmerzen müssen an Vorder- und Rückseite behandelt werden, Schulterschmerzen ebenfalls, Handerkrankungen am Unterarm und an der Schulter, Fusserkrankungen am Unterschenkel und am Bein.

Jeder, der lediglich in dem Bereich behandelt und diagnostische Untersuchungen anstellt, wo Schmerzen angegeben werden, denkt in dem Schema „geschädigte Knochen, Gelenke oder Nerven“. Diese Sicht kennen Sie wahrscheinlich schon zu genüge (und hat zu nichts geführt). Also suchen Sie weiter.

Die zweite Frage lautet, „Wie viele Sitzungen brauchen Sie?“. Da Sie die meisten wesentlichen Impulse für Ihre Faszien zuhause selber geben müssen (sonst hilft es nicht), sollten Sie nicht zu viele Sitzungen bei Ihrem Therapeuten verbringen, sonst sind sie wieder in dem alten Behandlungssystem, wo der Therapeut fleissig arbeitet, aber bei Ihnen nichts passiert.

Eine weitere provokante Frage wäre, „Können Sie Knochenstellungen verändern nur durch Faszien Behandlung?“ Wenn Sie den Therapeuten gefunden haben, dann gehen Sie unbedingt zu ihm.